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St. Martinus Hörste
St. Martinus Hörste

St. Martinus Hörste
© Bernhard Meilfes
Barocker Hochaltar aus dem Jahr 1677
© Michael Streit

Die Pfarrkirche St. Martinus in Hörste zählt zu den ältesten Kirche im Erzbistum Paderborn. Um das Jahr 1150 erbaut, wird sie erstmals 1194 urkundlich erwähnt. Der romanische Bau hat die Jahrhunderte ohne große bauliche Veränderung überdauert. Im Jahr 1889 wurden die beiden Seitenkapellen und die Sakristei angebaut, die 1946 eine Erweiterung nach Süden erhielt.

Besondere Merkmale der Kirchen der sogenannten "Hörster Baugruppe" sind der Wechsel von Pfeilern und Doppelsäulen als Träger der Gewölbe, die kreuzförmige Überdachung des Chores und die Einbeziehung des Turmraumes in das Kirchenschiff. Zur "Baugruppe" gehören die Kirchen in Hörste, Boke, Verne, Delbrück und Thüle.

Der Ort Hörste wird bereits 881 erstmals urkundlich erwähnt. Mit Pfarrer Henricus erscheint 1257 in einer Urkunde der erste nachweislich genannte Pfarrer.

Beherrschendes Ausstattungsstück der Pfarrkirche ist der barocke Hochaltar, der 1667 vom Bildhauer Heinrich Papen, Giershagen, aus Marmor, Alabaster und farbig gefassten Mehlstein errichtet wurde. Im Zentrum steht das Relief vom Abendmahl, im Obergeschoss ist Maria mit dem Jesuskind als Himmelskönigin darge stellt.

St. Martinus-Figur am Hochaltar
© Michael Streit
Die Patrone der Kirche: St. Martin und St. Katharina von Alexandrien flankieren das Altarbild. Darüber sind St. Augustinus und St. Meinolf dargestellt. Vom Vorgängeraltar hat sich das Mittelbild eines Flügelaltares, ein gotisches Tafelbild des Malers Gert van Lon, entstanden um 1510, erhalten. In der Mitte ist die Kreuzigung dargestellt, rechts davon der Pfarrpatron St. Martin und links Anna-Selbdritt. In der südlichen Seitenkapelle befindet sich ein Wallfahrtskreuz aus der in der Säkularisation aufgehobenen Benediktinerabtei St.Mauritius in Minden. Das Kreuz stammt aus dem 16. Jahrhundert und gelangte auf Veranlassung des damaligen Generalvikars und späteren Bischofs Richard Dammers 1815 nach Hörste.

In der nördlichen Seitenkapelle hat der Marienaltar mit einer schönen Darstellung der Muttergottes (Anfang 18. Jahrhundert) aus der Hand der Paderborner Künstlerin Gertrug Gröninger seinen Platz. Das Sakramentshaus ist Werk des 16. Jahrhunderts, figürlich geschmückt mit einer Pieta und dem Pfarrpatron.

Gegenüber befindet sich als ältestes Ausstattungsstück ein Vortragekreuz, entstanden um 1290. An den Bänken sind z. T. noch die Wangen von 1676 eingearbeitet. In der Kirche befinden sich Heiligenfiguren aus unterschiedlichen Jahrhunderten: von der barocken Kanzel, die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes; im Mittelschiff Petrus und Paulus sowie Johannes von Nepomuk und Antonius von Padua; in den Seitenkapellen Anna und Maria (Unterweisung Mariens) und eine Pieta.

Ein Wandeditaph erinnert an den 1628 verstorbenen Pfarrer Gerhard Bredenol. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Szene der "Mantelteilung", 1928 in Kupfer getrieben vom Künstler Hugo Bürger, dargestellt. Die Glasfenster stammen aus dem Jahr 1968 und wurden von Franz Pauli entworfen. Im Kirchenschiff sind sie mit schlichten Ornamenten gestaltet. In den Seitenkapellen Heiligenlegenden dargestellt: St. Agatha, St. Joseph, St. Elisabeth und St. Liborius.

Über dem Turmportal befindet sich das Sebastiansfenster, gestiftet von der Schützenbruderschaft des Kirchspiels Hörste.

Die Orgel mit 15 Registern wurde 1973 von der Firma Siegfried Sauer gebaut. Die Pfarrkirche besitzt drei Bronze-Glocken: St. Michael (1950), Christus (1741) und St. Agatha (1949). Vor dem Bild der Immerwährenden Hilfe, welches als Auszeichung mit Kronen für Maria und das Jesuskind geschmückt ist und aus dem Jahr 1907 stammt, können Beter Kerzen anzünden.

Die Pfarrkirche St. Martinus ist seit über 800 Jahren der geistige Mittelpunkt des Kirchspiels Hörste mit seinen Dörfern Hörste und Öchtringhausen, sowie Garfeln südlich und Niederdedinghausen, Mettinghausen und Rebbeke nördlich der Lippe. Verlar gehörte früher auch zum Kirchspiel und wurde 1922 Pfarrvikarie mit eigener Vermögensverwaltung.

Weitere detaillierte Informationen erhält der Kirchenführer, erschienen als Nr. 73 der Reihe "Westfälische Kunststätten", herausgegeben vom westfälischen Heimatbund in Münster.

(Michael Streit)



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